Mein „Ich-kauf-nix-Jahr“

no-buy-year

Vorab: Du fragst dich jetzt sicher was Konsum mit Pflege zu tun hat… 

Direkt vielleicht nichts, dafür indirekt. Wenn man sich ehrlich ist ist der Pflegealltag ja nicht gerade umweltfreundlich. Es fällt einiges an Müll an, oft Problemstoffe wie Plastik (zB. Einmalhandschuhe). 

Indirekt hat es damit zu tun, da es hier um Selbstpflege geht. Wer zu sich selbst gut ist, auf sich schaut und sich wohlfühlt kann auch gut und effizient für andere da sein. Ich sehe daher dieses Experimet als Selbstpflege. 

 

Ein Jahr nichts kaufen.

 

Nachdem zu Weihnachten wieder mal das Geschenke-Besorgen zu einem Krampf wurde, da jeder von uns  eh alles hat und von allem reichlich (was bitte schenke ich dieses Jahr??) habe ich für mich selbst beschlossen, dieses Jahr nichts zu kaufen. 

Nichts bedeutet in dem Fall: nichts, was nicht wirklich dringend unmittelbar gebraucht wird. 

Der Vorteil ist nicht nur , dass man damit ziemlich eine Menge Geld spart sondern auch Ressourcen und die Umwelt schont und Müll vermeidet. Warum noch mehr Sachen anhäufen, die ich ja doch nicht brauche! 

 

Was ist erlaubt? 

Natürlich komme ich nicht drum rum, prinzipiell was einzukaufen. Ohne Lebensmittel z.B. werde ich nicht weit kommen. Und sonst gibt es auch gewisse Dinge, die einfach mal besorgt werden müssen. Erlaubt ist daher: 

 

Lebensmittel

Getränke

Haushaltswaren

Dinge, die nicht mehr reparierbar sind

Geschenke für Geburtstage, etc. 

Dinge, die ich für meine Arbeit benötige

Was ist nicht erlaubt? 

 

Lebensmittel, die ich nicht unmittelbar in der Woche benötige

Spontaneinkäufe

unnötige Putzmittel,Pflegemittel, etc. 

Dinge zu kaufen, die gerade in Aktion sind, nur weil man sie irgendwann mal brauchen könnte

Gewand, Schuhe

Lebensmittel: 

da will ich konkret darauf achten, dass ich nur genau das kaufe, was ich die ganze Woche an Zutaten brauche. Alles wird frisch gekocht, alles selbst gemacht (was ich bis jetzt ja auch schon gemacht habe). Und: ALLES wird verwertet, wegschmeissen ist absolut tabu! Da muss man dann eben kreativ werden, wenn doch mal was über bleibt. Lebensmittel sind nicht für die Tonne! Es wird täglich so unglaublich viel weggeschmissen, was noch geniessbar ist… und ich muss gestehen, dass ich das zwar verurteile aber bis jetzt auch in der Alltagshektik nicht immer darauf geachtet habe und immer wieder was in der Tonne gelandet ist, was nicht hätte sein müssen. Das soll sich jetzt ändern. 

Dazu achte ich auch darauf, dass die Lebensmittel regional und hochwertig sind: lieber etwas weniger und dafür Qualität. 

Haushaltswaren und Pflegeprodukte: 

Am Klopapier werde ich wahrscheinlich nicht vorbei kommen! Aber Küchenrollen und Kaffefilter kann man reduzieren, Putzmittel mache ich selbst – da kaufe ich nur die Rohstoffe dafür. 

Im Bad steht genug Kram herum, das reicht die nächste Zeit. Mein Körpercreme mache ich selbst, genauso wie das Gesichtswasser – reines Aloe Vera-Gel. Bei der Zahnpasta bin ich noch am Experimentieren. Ich habe auch noch genug festes Shampoo. Gesichtspuder mache ich selbst, sonst verwende ich nur Mascara. Die ist auch noch reichlich vorhanden. 

Kleidung, etc:

Der Schrank ist gut gefüllt – zu gut ehrlich gesagt. Ich ziehe täglich das Gleiche (nicht das Selbe!) an und habe da auch für jeden Tag mein Shirt und Unterwäsche. Das reicht. Vieles, von den Sachen, die im Schrank hängen trage ich gar nicht. Da werde ich auch demnächst mal ausmisten. Zu Kleidung habe ich auch keinen Bezug – für mich reines Mittel zum Zweck. Daher wird das sicher einfach für mich ein Jahr nichts zu kaufen. 

Genauso Schuhe: sind genug vorhanden und in gutem Zustand. Meine Schuhe müssen täglich einiges aushalten, müssen bequem sein und leicht zum An/Ausziehen sein. Bei Winterbeginn habe ich in hochwertige Stiefel investiert – damit bin ich dann die nächsten Jahre versorgt. 

Spontankäufe

sind ab sofort absolutes Tabu! 

Das Schlimmste ist ja immer, wenn man einkaufen muss und dann irgendwelche Dinge sieht, die einem gefallen, die man durchaus für nützlich empfindet, die man sich einfach gönnen will… aber schlicht und einfach nicht braucht. Und sie trotzdem kauft. Weil so günstig, weil so hübsch, weil so praktisch,… 

Damit ist jetzt Schluss. 

No plastic, please! 

Mal abgesehen von Mikroplastik und Co: ich mag es einfach nicht!! So gut es geht vermeide ich es. Alle Plastikschüsserln und Co habe ich durch Glas ersetzt, Bretter und Kochutensilien sind aus Holz. 

Obst und Gemüse kaufe ich nur mehr unverpackt – wenn es etwas nicht unverpackt gibt disponiere ich halt um. Beim Rest schaue ich halt, dass ich so gut wie möglich ohne Plastik davonkomme. Man muss eben dann beim Einkaufen mehr nachdenken! 

Ab jetzt ist daher Disziplin und Planung gefragt. Einfach so drauflos soll ja vermieden werden.

Umweltbelastung
Lebensmittelverschwendung

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