„Ich-kauf-nix-Jahr“ – Woche 1

no-buy-year

Die erste Woche…

..war relativ leicht. Einfacher, als ich es mir vorgestellt habe. Das hat aber auch damit zu tun, dass ich beruflich so viel um die Ohren hatte dass ich kaum einkaufen war und wenn dann nur schnell.

Trotzdem hatte ich abends dann noch Zeit, verschiedene Dokus über die Lebensmittelindustrie, Lebensmittelverschwendung, Umwelt, etc anzuschauen und mir so meine Gedanken zu machen. Und ein wenig im Netz zu recherchieren.

Ich bin sowieso ein Verfechter von frisch kochen und nur mit unverarbeiteten Zutaten, war aber oft zu faul (ich sags wie es ist) extra in 3, 4 Geschäfte zu gehen um Besseres zu kaufen als im Supermarkt. Das habe ich diese Woche geändert.

Nachdem ich wirklich alle Sachen von den Feiertagen und dem Einkauf davor verbraucht habe ohne was zu entsorgen, habe ich bewusst eingekauft.

Brot und Gebäck habe ich bei mir ums Eck bei einem Naturbäcker (verwendet KEINE Backmischungen!) gekauft. Was soll ich sagen: im Kühlschrank gelagert hat alles eine Woche gehalten, ich habe zwar dann nach zwei Tagen ein bischen aufgebacken es hat dann aber wie frisch gebacken geschmeckt. Und ich konnte sicher sein, keine unnötigen Zusatzstoffe mitzuessen. Qualität: top! Preis: hoch, aber auf die Woche gerechnet wesentlich billiger als im Supermarkt gekauft und dann die Hälfte wegwerfen (weil schimmlig geworden) oder dauernd frisch kaufen weils älter einfach nicht schmeckt.

Obst, Gemüse, Lebensmittel habe ich nach Liste im Bio-Geschäft gekauft, auch nur eine Straße weiter. Die unverpackten Bio-Erdäpfel waren eine herbe Enttäuschung, da ich die Hälfte wirklich entsorgen musste. Da habe ich mir doch eine bessere Qualität erwartet.. Ich will Lebensmittel verwenden, nicht wegschmeissen. Qualität sonst: sehr gut, Preis: hoch aber da ich nur wirklich gekauft habe was ich brauche und nur in der passenden Menge habe ich die Woche billiger eingekauft als sonst.

Restlicher Einkauf: habe ich am Samstag erledigt, mit dem Bus und im Bezirk. Das Fleisch habe ich beim Fleischhauer gekauft in einer wunderbaren Qualität und mit genauer Auskunft wo es her ist. Qualität: super, Preis: höher. Weniger ist mehr – da ich dort genau die Menge bekomme, die ich auch tatsächlich brauche ist es unterm Strich günstiger.

Daneben habe ich im Supermarkt dann nur noch das gekauft, was ich brauchte – wirklich nur das, ohne irgendwas noch mit dazu zu nehmen.

Im Drogeriemarkt habe ich das erste Mal auch nur haargenau das gekauft, was ich wirklich echt benötigt habe: Deo, Bio-Müllsäcke und eine Bandage.

Für die ganze Woche habe ich diesmal viel weniger ausgegeben als sonst üblich.

Reste verwertet: 

Die alten Kornweckerl habe ich aushärten lassen und zu Brösel gemahlen. Zwei davon habe ich zu Semmelwürfel geschnitten.

Die offene Topfenpackung hat sich in einen Liptauer verwandelt, da habe ich auch gleich das einsame Gurkerl verwerten können, was noch im Glas war. Der Aufstrich ist dann auch gleich ins Glas gekommen.

Die Marinaden der Gurkerl, Zwieberl und sonstigen Gläsern habe ich mit Kräutern und ein wenig Senf aufgepeppt und als Salatmarinade in ein Glas abgefüllt.

Die übriggebliebenen Äpfel habe ich als Apfelspalten ausgebacken – war mit dem selbstgemachten Kirschkompott von letztem Juni ein wunderbares Mittagessen.

Und die drei schon etwas verschrumpelten Paradeiser habe ich zu einer Paradeissauce eingekocht, die verwende ich dann kommende Woche für Spaghetti Bolognese.

Reste verwerten

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